Die Nationalgalerie in Berlin – muss man besucht haben!

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Wenn Sie in Berlin zu Besuch sind sollten sie sich eines nicht entgehen lassen: die Nationalgalerie!

1863 begann Friedrich August Stüler damit, an einem Design für die Galerie zu arbeiten. Da Stüler starb, bevor die Pläne abgeschlossen waren, stellte sie Carl Busse fertig. 13 Jahre später, 1876, konnte die Galerie eröffnet werden.

Heute beherbergt das Museum Kunst aus dem 19., 20., und 21. Jahrhundert.

Die Werke im Besitz der Nationalgalerie werden aktuell an fünf verschiedenen Standorten gezeigt.

Die Alte Nationalgalerie, deren Bau 1876 abgeschlossen wurde, befindet sich auf der Museumsinsel. Sie beherbergt Kunst aus dem 19. Jahrhundert. Der Bau ähnelt einem griechisch-römischen Tempel und vereint die Stile des späten Klassizismus und der frühen Neorenaissance. Die Kombination der verschiedenen Stile sollte die Einheit der Kunst, Nation und Geschichte ausdrücken. Hierfür wurden auch Aspekte angebracht, wie z.B. die Apsis, welche an eine Kirche erinnert, die breite Treppe zum Eingang ähnlich der eines Theaters, sowie Tempelelemente.

Die Sammlung in der Alten Nationalgalerie enthält Werke aus dem Neoklassizismus und der Romantik (mit Künstlern wie Caspar Davis Friedruch, Karl Friedrich Schinkel und Karl Blechen) des Biedermeier, des französische Impressionismus (Edouard Manet, Claude Monet) und der frühen Moderne (Adolph von Menzel, Max Liebermann). Die bekanntesten Werke sind Friedrichs Der Mönch am Meer, Menzels Eisenwalzwerk.

Die Neue Nationalgalerie mit Kunst aus dem 20. Jahrhundert befindet sich auf dem Kulturforum. Das von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Gebäude wurde am 15. September 1968 eröffnet. In der Neuen Nationalgalerie sind Stücke des Kubismus, des Expressionismus, Bauhaus und dem Surrealismus vertreten. Dazu gehören Werke von Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Joan Miro, Wassily Kandinsky und Barnett Newman.

1996 wurden zwei weitere Ausstellungsräume für moderne Kunst zur Nationalgalerie hinzugefügt. Das Berggruen Museum und der Hamburger Bahnhof.

Im Berggruen Museum finden Sie Klassiker der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts, die von Heinz Berggruen gesammelt wurden. Darunter Kunstwerke von Pablo Picasso, Giambattista Pittoni, Alberto Giacometti, Georges Braque, Paul Klee und Henri Matisse.

Im Hamburger Bahnhof, dem Museum für Gegenwart, befindet sich zeitgenössische Kunst, wie Meisterstücke von Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Robert Rauschenberg und Andy Warhol. Das meiste davon stammt aus Erich Marx’ Sammlung.

Die Scharf-Gerstenberg Sammlung in Charlottenburg gehört seit 2008 zur Berliner Nationalgalerie. Sie beheimatet Kunst der französischen Romantik bis hin zum Surrealismus des 20. Jahrhunderts. Dazu gehören Werke von Francisco de Goya, Victor Hugo, Max Klinger, Edouard Manet, Charles Meryon und Giovanni Battista Piranesi, welche Dieter Scharf von seinem Großvater geerbt hatte. Diese Arbeiten bilden das Fundament, auf der Scharf die Sammlung aufbaute. Neben Malereien von Salvador Dali, Jean Dubuffett, Max Ernst, Rene Magritte, Andre Masson, Gustave Moreau und Henri Rousseau sind auch Skulpturen von beispielsweise Henri Laurens und Jacques Lipchitz, Grafiken in der Sammlung enthalten.